Montag, 7. Mai 2018

Buchvorstellung "DER WOLF ALS POLITIKUM"



Der Wolf – Gestalt aus Sagen und Mythen …
Der Wolf – Kinderschreck für "ungezogene Kinder", wenn Mütter und Omas verzweifeln
Der Wolf – arme aussterbende Kreatur … (?)
Der Wolf – Schutz unter allen Umständen … (?)
Der Wolf – als Politikum …


Dies sind fünf spontan auf den Wolf bezogene Gedanken, die mir soeben eingefallen sind, als ich mich kurz in das Cover vertiefte.

Foto by 27707 pixabay.com
Ja, der Wolf ist eine Gestalt aus vielen überlieferten Sagen, ein Mythos sicher deshalb. Gerade frage ich mich, ob der Wolf eigentlich jemals natürliche Feinde hatte? Doch zu dieser Frage gleich mehr.
Der "Kinderschreck", ja, ich erinnere mich, dass ich so etwas auch hörte. Ob von meiner Mutter oder Großmutter, kann ich nicht genau sagen, denke aber eher, dass es eine Nachbarin war, die so einen Unsinn schwatzte. "Dann kommt dich der Wolf holen", meinte sie und dachte gewiss an das Rotkäppchen. Aber ich war nicht Rotkäppchen, ich lief nicht allein in einen finsteren Wald (da hätte meine Mutter was gegen gehabt und mich persönlich dort geholt, die brauchte keinen Wolf) und über Märchen war ich auch längst hinaus.


Beim Gedanken über die "arme aussterbende Kreatur" hingegen fällt mir eine Menge ein. Und hier passt die Frage, ob der Wolf je natürliche Feinde hatte, die dafür sorgen, dass seine Verbreitung nicht überhandnahm? Ich weiß es nicht, müsste es googeln.
Sicher, der Wolf wurde viel gejagt, weil Menschen sich und ihre Tiere vor ihm schützen mussten. Und gewiss wurde der Wolf auch gejagt von "sportlichen" Jägern (zwei Worte, die für mich so gar nicht harmonieren wollen), die sich später sein Fell samt Kopf an die Wand der Jagdhütte nagelten. Dass eine gejagte Tierart irgendwann regelrecht ausgerottet werden kann, erleben wir ja bei Elefanten, Nashörner und Co., und eben auch beim Wolf und anderen heimischen Tieren.

Eine aussterbende Tierart zu schützen, ist einerseits wohl wichtig, andererseits muss dies klug und mit Verstand und weiser Voraussicht geschehen. Tierschutz unter allen Umständen kann bizarre Züge annehmen, wenn nämlich z. B. Wölfe auf Landstraßen und Autobahnen totgefahren werden, wenn sie – ihrer eigentlichen Natur entfremdet – dem Menschen gegenüber jegliche Scheu verlieren, sich an Mülltonnen in Wohngebieten vergreifen oder sich auf Müllhalden tummeln. Artgerechter Tierschutz würde solche Erscheinungen nicht liefern.
Und es ist vor allem häufig nicht der klassische Wolf, der dies tut, sondern es sind oft die Hybriden, Mischlinge zwischen Wolf und Hund, die sich trauen, die Grenzen zu überschreiten. Ein echter Wolf kennt diese Grenze und respektiert sie durch die ihm innewohnende, natürliche Scheu vor dem Menschen instinktiv. Es ist weder besonderer Mut noch womöglich Zutraulichkeit, die insbesondere die Hybriden nahe an den menschlichen Lebensraum gehen lassen. In diesem Verhalten sind diese sogar gefährlich, denn wenn sich grundlegende Charaktereigenschaften eines domestizierten Hundes mit denen eines wilden Wolfes vermischen, kann die Zutraulichkeit eines Hundes vordergründig vorhanden sein, doch das Raubtier des Wolfes setzt sich je nach Situation stärker durch.
Wehe, wenn es ausbricht …


Der Wolf als Politikum … mein letzter Gedanke, dessen Wortlaut hier der Titel des neusten Buches von Hubertus Zummach als Nachfolger seines Buches "Wolfswahn" ist. Sein erstes Buch über den Wolf ist eigentlich eine Hommage an die gemeinsame Geschichte von Mensch und Wolf, in dem er jedoch schon deutlich seine Gedanken und Sorgen bezüglich der wahnwitzigen Re-Integrationsversuche des Wolfes in Deutschland zum Ausdruck bringt.


Hubertus Zummach ist fasziniert vom Wolf; insofern er auf keinen Fall als Wolfsgegner gesehen werden kann und sollte.
In seinem neuen Buch "Der Wolf als Politikum" zeigt er aber deutlich, wohin sich die Entwicklung in Sachen Wolf seit Jahren bis heute bewegt hat – und noch hinbewegen wird, wenn sich nichts ändert. Kritik ist angebracht an der teilweise übersteigerten Schutzsucht mancher Organisationen.
Andere Länder zeigen uns deutlich, wie man das Problem sich ausbreitender Wölfe lösen kann und trotzdem gute Bestände in für Wölfe ausreichenden Lebensräumen erhalten kann. Schweden rückt der Autor als Vorbild in den Fokus. Dort funktioniert Tierschutz sinnvoll vor allem IM SINNE DES WOLFES zum Besten aller – Tier und Mensch.



"DER WOLF ALS POLITIKUM" ist soeben erschienen beim tredition Verlag.

ISBN 978-3-7469-3233-0 (Paperback 14,90 €)
ISBN 978-3-7469-3234-7 (Hardcover 19,90 €)
ISBN 978-3-7469-3235-4 (e-Book 9,90 €)






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