Montag

Seele im Stacheldraht






Foto Domenico Mattei 99pixel #pixabay.com


„...dann entstand plötzlich das Bild eines Käfigs vor meinem geistigen Auge, in dem ich gefangen war. Gitterstäbe, und ich dachte: wenn ich in einem Käfig leben müsste, ich wäre ständig bestrebt, die Stäbe zu brechen. Eingesperrt sein führt zu Ausbruch!

Ich sah meinen Körper in Ketten, und ich dachte: wenn ich gefesselt wäre, ich würde alle Kraft aufbieten und alle Wege suchen, die Fesseln zu zerreißen. Wer angebunden ist, will sich losreißen.

Ich dachte weiter: wenn ich ein Gefangener meines Lebens wäre und es wirklich keinen Ausweg gäbe, ich würde sämtliche Versuchungen finden, um mir ein bisschen Freiheit zu stehlen.

Und würde ich zum Stillstand verdammt sein, ich würde nur noch laufen wollen, wohl wissend, dass ich nicht weglaufen kann, weil ich mich selbst nie verlasse. All meine Kraft würde ich darauf verwenden, frei zu werden und doch keine Freiheit erlangen.“




 
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