Donnerstag

Eine andere Welt






Foto by Isabel Perelló pixabay.com

Es öffnete sich die Tür in eine andere Welt, und ich brauchte nur hinaus und hinüber zu gehen.
Die andere Welt …
Das Betreten einer dickwandigen Hülle aus produzierter Geborgenheit, gewolltem Wohlbefinden und zwangsweisem Versorgtwerden. Unbedingtes „Halt geben“ – eher einseitig.
Worte. So, sooo viele Worte! Alle wohlgewählt, komponiert mit bezauberndem und lockendem Klang. Watteweiche Seelenkuschelei.
Eine Wohltat fürs wunde Herz und die geschundene Seele.
Eintritt ins Wunderland.
Glanz und Glitzer geschaffen durch fein gedeckte Tafeln, kerzenlichtweichgestrahlte Atmosphäre, gediegenes bis edles Ambiente. Menschen mit antrainierten Bewegungen, „Diener“leistungen, Lächeln … unendliches Lächeln … lächeln unaufhörlich.
„Schau nicht auf die …“ rechte oder linke Seite? Hab’s vergessen. Nicht auf die Preise gucken. Aber genau das geschieht, wenn man angehalten wird, es nicht zu tun. Stummes Staunen.
Schau, Aschenputtel, schau, was ich dir biete …
Einhüllender, wohltuender Eindruck-Zauber. Sprachloses Beendrucktsein. Beschämung. Dankbarkeit.
Noble Welt. Edle Herbergen mit Sternen geschmückt.
Nicht meine Welt. Nicht wichtig für mich.
Raus aus der Hülle, raus und fort und weit, weit weg.

© 2016-04-28 by A. F.

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