Donnerstag

Nachlese Buchmesse 2015

Schon drei Wochen liegt die Frankfurter Buchmesse 2015 in der Vergangenheit. Erst jetzt komme ich dazu, ein paar Zeilen über meine Eindrücke zu schreiben.

Dafür gibt's gute Gründe. Nach drei Tagen Messeaufenthalt kam ich ziemlich erschöpft nach Hause. Ich habe nicht gedacht, wie anstrengend diese Tage sein würde. Es lag am vielen Trubel und am interessanten und teilweise aufregenden Input. Von allen Seiten Bücher, Verlage, Verleger, Autoren, Messehostessen mit Prospekten, Einladungen und so weiter und so fort. Und manches Mal kratzte es im Hals, der immer trocken war von der Hallenluft, der ständig Bonbons benötigte und Wasser, damit man überhaupt noch sprechen konnte.
Na ja, und hier im Büro... das Leben nach der Messe geht schließlich weiter. Nun also ein kleiner Ausschnitt "meiner" Messetage.

Da ich dem tredition Verlag sehr verbunden bin, nicht nur, weil ich meine eigenen Bücher dort veröffentliche, sondern auch als Lektorin mit Selfpublisher-Autoren überaus gerne diesen Verlag ansteuere, hielt ich mich die meiste Zeit schließlich an dessen Stand in Halle 3.0 auf. 




Mit Elizabeth Kott, deren Bücher "Acht Monate unseres Lebens im afrikanischen Busch", "Waterfalls - Eine Farm in Südafrika" und "Kater Johnnys Krimi" ich mit meiner Dienstleistung unterstützt zur Veröffentlichung bringen konnte, teilte zwei Tage meines Messeaufenthalts mit mir. Zu zweit (mindestens) macht so ein Messebesuch entschieden mehr Vergnügen als allein.



Sehr zu unserer Freude trafen wir am Stand von tredition direkt auf die Mitarbeiterinnen Anna Fleck, Nadine Otto und Julia Wichert sowie Autorenkollegin Yvonne Holthaus ("Mit dem Gesicht zur Sonne").



In den Regalen des Messestandes entdeckte dann die ausgestellten Bücher, bei denen ich leidenschaftlich gerne mitgewirkt hatte. Um nur ein paar zu nennen:

"Der (Un-)Vergessene Widerstand" und "Geo Poesie" sowie "Dimensionen der Farben" von Christa Muths. Die in Südspanien beheimatete Autorin konnte den weiten Weg nach Frankfurt leider nicht antreten. Eine Grippe vereitelte ihr Vorhaben. Inzwischen geht es ihr aber wieder gut. Die Buchmesse 2016 kommt ja bestimmt...



"Halt den Mund" von Eckhard Pawlowski konnte ich im Regal zwar nicht entdecken - das Buch war zu spät erschienen, um es noch zur Messe anmelden zu können. Aber der Autor samt seinem Werk stand plötzlich hinter mir. Die Freude war groß, ihn endlich persönlich kennenzulernen. Eine etwas ausführliche Buchvorstellung findet ihr hier in meinem Blog.




Am sehr trubeligen Samstag, an dem die Messepforten sich für das breite Publikum öffnen, war ich mit dem Autor Thomas K. Herold verabredet. Dessen hochinteressante Biographie, die sich wie ein Roman so leicht liest, haben wir in diesem Jahr frisch aufgelegt. Er hat in dieser Neuauflage unter dem Titel "Von Bitterfeld in die Welt - Eine etwas andere Biographie" einige zeitaktuelle Ergänzungen eingebracht, die das Buch noch lesenswerter machen. Ich bin derzeit gespannt auf sein geplantes neues Buch, in dem es sich um Europa handeln wird. Wer, wenn nicht Thomas K. Herold, der in seinem aufregenden Berufsleben die ganze Welt bereiste und die Entwicklung Europas seit Anbeginn (von der einstigen EWG bis zur heutigen EU) verfolgte, ja miterlebte, wird ein solches Werk verfassen können?



Eine Aktion, die ich ganz besonders toll fand, war der Einsatz der Familie einer Autorin, die es leider auch nicht zur Buchmesse schaffen konnte. Ihr Werk wurde kurzerhand an den in Frankfurt lebenden Sohn gesendet und dieser brachte es zu mir an den Messestand. Das Werk von Astrid Zeven mit dem Titel "Die Mitläuferin - Ein Leben in zwei Deutschländern" erzählt in einer novellistischen Reflexion locker und leicht, naiv und phantastisch vom Leben einer Akademikerin in der DDR, gestaltet ein Frauenbild, das typisch zu sein scheint und den unglaublichen Wandel, der in ihr vorgeht, nachvollziehbar macht. Gleichzeitig vermittelt sie dem Leser plausibel, wie ein selbständiges Leben in der DDR möglich war und doch dazu führte, die DDR zu verlassen. Gerade im Jahr 25 nach der Kohl'schen Wende ein sehr empfehlenswerter Buchtitel.



Ingrid Vallières kam zur Messe mit ihrem Buch "Mirrors Within Mirrors", das die amerikanische Autorin Miriam Goodspeed über sie geschrieben hat. Eine beeindruckende Lebensgeschichte. Heute ist Ingrid Vallières eine erfolgreiche Reinkarnationstherapeutin. Auch hier gibt es eine ausführlichere Buchvorstellung in meinem Blog.


Leider habe ich nicht alle Autoren treffen können, auf die ich mich gefreut hatte. Mal war ich in einer anderen Halle unterwegs oder der Autor/die Autorin hielt sich anderswo auf. So hoffe ich auf die nächste Buchmesse, mit einer neuen Chance auf Begegnung(en).

alle Fotos © 2015 by Spotsrock.de  






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