Dienstag

Dann machen Sie's doch selbst (2)






Sie haben beschlossen, Selfpublisher zu werden.

Gratuliere!

Und jetzt?

Jetzt machen Sie alles allein! (?)



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Der Entschluss steht, Sie nehmen die Veröffentlichung in Ihre eigenen Hände! Das ist ein gutes Gefühl, nicht wahr?

Nach einiger Recherche haben Sie einen Verlag entdeckt, dessen Konditionen für Sie stimmig sind. Auch das Procedere für die Einreichung zur Veröffentlichung erscheint Ihnen ganz simpel. Sie füllen die vorgegebenen Felder auf der Internetseite mit den Angaben für Ihr Buch, bestimmen den Preis und laden (meistens) eine fertiggestellte PDF-Datei hoch. Manchmal können Sie auch Ihre Word-Datei hochladen; ein PDF wird von einem guten System auf Wunsch automatisch erstellt. Sogar das Einpassen Ihres unformatierten Manuskripts in eine Buchformatvorlage wird zwischenzeitlich angeboten, und für den Buchumschlag verfügt der Verlag über eine reichhaltige Auswahl.

Noch etwas zur Wahl des Verlages: Achten Sie unbedingt auf Transparenz in allen Bereichen. Ist diese gegeben, fein! Falls nicht, kontaktieren Sie die Mitarbeiter; am besten auch telefonisch! Sie sollen nicht nur nett und freundlich sein, sondern vor allem kompetent. Es geht hier schließlich um Ihr WERK, dem Sie sich teilweise viele Monate mit ganzer Kraft gewidmet haben.

Interessante Fragen sind auch: Wie ist das mit den Rechten an Ihrem Werk? Was ist im Preis, der für die Veröffentlichung verlangt wird, alles drin? Was bleibt am Ende für Sie als Autor/Autorin übrig? Muss eine ISBN-Nummer jedes Jahr mit einer Gebühr bezahlt werden? Welche Formate bietet der Verlag an – Hardcover, Paperback oder eBook? Oder alle drei? Wie viele Exemplare müssen Sie selbst erwerben? Müssen Sie überhaupt? Was ist, wenn Sie Hilfe brauchen, weil bei aller zunächst angenommenen Einfachheit des Hochladens doch Probleme auftauchen? Und last but not least: Wie kommt das Buch zum Leser?
Sollten Sie über die Internetseite auf eine oder mehrere dieser Fragen keine Antwort bekommen, lesen Sie nochmals Absatz 3 dieses Textes. 
J

Es ist soweit, Sie wollen veröffentlichen! Jetzt sitzen Sie am Rechner und klicken auf „hochladen“... Spannend, nicht wahr? – Und je nach Dateigröße erhalten Sie nach kurzer oder längerer Zeit die Meldung, dass Ihre Aktion erfolgreich war. Gratuliere! Der Veröffentlichung Ihres Buches steht nichts im Wege.

Es kann aber auch anders kommen!

1.     Das System der Internetseite schickt Ihnen eine Fehlermeldung auf den Bildschirm. Es kann z.B. sein, dass die Abmessungen Ihres Buchumschlages oder das hochzuladende Dokument nicht die Abmessungen des gewählten Formates einhält. Die Schriften sind nicht eingebettet? Ihre Stirn runzelt sich in tiefe Falten. Was ist denn das? Wieso werden Schriften eingebettet? Und wie macht man denn sowas, bitte?

2.     Der Verlag meldet sich. Sie haben z.B. einen eigenen Umschlag kreiert, und der passt nun nicht ganz. Obwohl das System ihn akzeptierte, haben Sie evt. den Titel/Untertitel und/oder Bilder nicht optimal platziert. Vielleicht haben Sie die Seitenzahlen vergessen oder falsch formatiert? Eventuell steht mal eine Überschrift vereinsamt am Seitenende herum, während der Text dazu nach dem Umblättern erst folgt. Es kann schon ein paar Gründe geben, warum da noch Stolpersteinchen auftauchen, die Sie als Selfpublisher beheben müssen.
Hier sind dann die kompetenten Mitarbeiter gefragt. Es ist nämlich wichtig, dass Ihr Werk vor der Veröffentlichung vom Verlag hinsichtlich einiger wichtiger Kriterien geprüft wird.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass die meisten Fehler bei der Formatierung passieren. Die Autoren/Autorinnen können zwar wunderbar schreiben und geben sich unendlich viel Mühe, ihre Texte schön zu gestalten. Wenn es dann wider Erwarten in der Buchinhaltsdatei nicht passt, muss nachgearbeitet werden. Nicht selten wird das Ergebnis dabei aber eher „verschlimmbessert“.
Oder die Bilder für den Umschlag, den man gerne selbst gestalten will, entsprechen zwar von den Abmessungen dem Buchformat, aber die Beschnittränder wurden nicht berücksichtigen. Die Bilder sind vielleicht schlecht aufgelöst oder der auf das Bild platzierte Titel/Untertitel steht zu dicht am Rand.
Und – was eigentlich nicht zum Schluss dieser Aufzählung, sondern eher an den Anfang gehört – auch der Selfpublisher kommt nicht ohne Lektorat (Korrektorat) aus.

Wieso? Das lesen Sie morgen im Teil 3 …




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