Mittwoch

Buchvorstellung: Die Mitläuferin - Ein Leben in zwei Deutschländern

Die Mitläuferin


Ein Leben in zwei Deutschländern


von Astrid Zeven






Ein gutes Vierteljahrhundert ist es her, als aus zwei Deutschländer – DDR und BRD – ein (wieder)-vereintes Deutschland wurde.
„Die Mitläuferin – Ein Leben in zwei Deutschländern“ von Astrid Zeven erzählt die Geschichte von…
„Dörte, die Heldin der Handlung und mediale Erzählerin, steht vor einer, alle bisherigen Dimensionen sprengenden Konfliktsituation, einem Wendepunkt ihres Lebens. Sie erinnert sich, wie alles begann, woher sie kommt, was sie prägte, wie sie aufging in der Zweisamkeit mit einem Partner und zu sich fand, wie sie zusammen mit ihrem Mann alles aufgibt, aufbricht zu nie erfahrenen Ufern und ankommt in einem neuen Leben.
In einer novellistischen Reflexion erzählt sie locker und leicht, naiv und phantastisch über das Leben einer Akademikerin in der DDR, gestaltet ein Frauenbild, das typisch zu sein scheint und den unglaublichen Wandel, der in ihr vorgeht, nachvollziehbar macht. Gleichzeitig vermittelt sie dem Leser plausibel, wie ein selbständiges Leben in der DDR möglich war und doch dazu führte, die DDR zu verlassen. Sie erzählt, wie die Flucht geplant wurde, diese über Ungarn von der Pleiße an die Isar führt und wie sie ankommt in einem anderen Land. Erneut stellt sie sich fremden Herausforderungen, und in atemberaubend kurzer Zeit nimmt sie quasi dieselbe Position ein, die sie in der DDR hatte.
Ihre stolze Zuversicht schöpft sie aus dem ehrlichen Ringen um eine vernünftige, anerkannte Position, egal in welchem Leben, in das sie sich aber immer ganz hineinbegibt, in dem sie sich ständig ändert und doch immer dieselbe bleibt. Bestimmend bei allem ist ihr sicheres Gefühl für Werte, die sie von ihren Eltern übernommen hat, und die Partnerschaft, in der sie lebt.
Die spannend erzählte Geschichte schlägt einen weiten Bogen zurück bis in das Leben ihrer Eltern, lässt das Besondere, Schicksalhafte ihres Lebensweges so im allgemein Menschlichen aufgehen, dass die Konflikte ihrer Anpassung in den unterschiedlichen deutschen Gesellschaften sie immer liebenswert erscheinen lassen.“ 
[Zitat des Vorstellungstextes]
So interessant wie diese repräsentative Zusammenfassung ist das Buch geschrieben. Wer es in die Hand nimmt und zu lesen beginnt, legt es bis zum Schluss nicht mehr weg…
„Die Mitläuferin“ ist soeben im tredition Verlag erschienen:
328 Seiten Hardcover (24,90 €) und Paperback (17,90 €) sowie als eBook (3,90€)

Über die Autorin:
Die Autorin wurde 1948 im Anhaltinischen nahe Magdeburg geboren. Sie studierte Germanistik / Anglistik an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.
Den Großteil ihres beruflichen Lebens in der DDR war sie am Herder-Institut der Universität Leipzig als Lehrerin im Hochschuldienst im Fach Deutsch als Fremdsprache (DaF)tätig.  Als Dozentin für DaF war ihre Aufgabe, Studenten aus allen Ländern zur Hochschulreife zu bringen.
Nach einer ungewöhnlich abenteuerlichen Flucht Anfang Juli 1989 in die Bundesrepublik Deutschland arbeitete sie bis zum Erreichen des Ruhestands 2013 am Goethe-Institut als Sprachdozentin.
Sie lebt mit ihrer Familie in Oberbayern.
„Die Mitläuferin – Ein Leben in zwei Deutschländern“ – ist ihr Erstlingswerk.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen