Freitag

Aktuelle Rezensionen zu "Der (Un-)Vergessene Widerstand" von Christa Muths

Aus gegebenem Anlass...

aktualisiere ich die Buchvorstellung mit den Rezensionen zu Christa Muths Buch "Der (Un-)Vergessene Widerstand - Die Helden des Alltags".


Dieser Film wurde während der Berlinale 2015 vorgestellt und läuft ab 9. April in deutschen Kinos.

"Elser" ist einer von sicher noch viel mehr Widerständlern aus der Nazi-Zeit. Tatsächlich habe ich bis zur Berlinale nichts von diesem Mann gewusst, der am 8. November 1939 ein Attentat auf Hitler verübte, das misslang. Kurz vor Kriegsende (9. April 1945) wurde er in Dachau hingerichtet. Er wurde nur 42 Jahre alt.
Doch ebenso wusste ich auch nichts von jenen unerkannten Widerständlern, die Christa Muths in ihrem Buch "Der (Un-)Vergessene Widerstand - Die Helden des Alltags" so lebensnah beschreibt. Wer weiß schon, wie viele Menschen es tatsächlich gab, die versuchten, den drohenden Wahnsinn abzuwenden bzw. ihm ein Ende zu bereiten, als er bereits tobte???

Ich bedaure, dass in meiner Schulzeit - wie insbesondere heute - der Zweite Weltkrieg ein den Geschichtsunterricht zwar dramatisch beherrschendes Thema ist, aber viele Dinge, die Hintergründe, Entwicklungen und eben auch die Menschen betreffend, die versuchten, etwas zu verändern - meistens unter Einsatz ihres Lebens - keinerlei Erwähnung finden.
DAS ist ein wichtiger Grund mehr, das Buch "Der (Un-)Vergessene Widerstand" von Christa Muths zu lesen und vielleicht auch in den Geschichtsunterricht mit einzubeziehen.


Rezensionen


Das freut mich ganz besonders:
Das im Dezember 2014 erschienene Buch von Christa Muths 









gewinnt zunehmend an Aufmerksamkeit.



Es erstaunt mich allerdings nicht, denn erstens kommt Christa Muths mit ihrem fundierten und ausgezeichnet recherchierten Werk zum passenden Zeitpunkt. Auch die Tele-Medien erinnern seit Monaten durch Dokumentationen und Filme an die schlimmen Zeiten des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Und zweitens ist "Der (Un-)Vergessene Widerstand" so fühlbar authentisch geschrieben; die geschichtlichen Ereignisse und manche Hintergründe sind für sehr viele Menschen so ganz sicher noch nicht bekannt gewesen. Christa Muths bricht mit ihren Schilderungen auch Tabus, enthüllt, was man nicht wusste oder wovon man lieber nichts wissen wollte. Die beschriebenen Schicksale der unbekannten Widerstandskämpfer lassen niemanden unberührt, sodass Leser das Buch nicht mehr aus der Hand legen bis zum Schluss...



Hier die aktuellen Stimmen zum Buch:



Elisabeth schreibt am 12. Februar 2015:
"Dieses Buch kommt genau zur richtigen Zeit, einer Zeit, in der die Aufarbeitung der Geschehnisse während des letzten Weltkrieges und der Hitlerdiktatur begonnen hat. Die hier beschriebenen Schicksale machen die Zeit damals lebendig und die Haltung, die Tapferkeit, die Konflikte und die Lösungen, die von den "Helden" des Alltags gefunden wurden berühren zutiefst.
Dadurch, dass die Erzählungen der Erlebnisse dieser Menschen verbunden sind mit geschichtlichen Exkursen, wird die schwierige Zeit und ihre Problematik auch für jüngere Leser deutlich. Als Lehrerin wünsche ich mir, dass dieses Buch in jeder Schulbücherei seinen Platz findet.
Trotz der schwerwiegenden Thematik findet sich auch viel Humor und Leichtigkeit im Buch und machen es zu einer gut zu lesenden Lektüre. Die große Schrift , in der das Werk gedruckt ist, empfand ich als sehr angenehm."


Raimund Baytz schreibt:"Die Aufarbeitung des Arbeiterwiderstandes zur Zeit des Nationalsozialismus weist auch heute in Deutschland noch sehr große Lücken auf.

Die Autorin Christa Muths hat die Lebensschicksale von 9 Menschen, die ihr persönlich bekannt waren, bzw. dessen Familien sie kannte und die sich im 3. Reich der allmächtigen Diktatur widersetzten, akribisch nachvollzogen und durch Dokumente belegen können.
Das Buch ist im Aufbau sowie im Inhalt höchst ungewöhnlich: Es ist wie ein Gemälde, an dem man von der Entstehung bis zur Fertigstellung einer ganzen Epoche teilhaben darf. Die Leichtigkeit des Schreibstils ist auffallend, man wird sofort gefesselt und fühlt sich mitten im Geschehen. Die Autorin/Christa Muths bleibt bei der Beschreibung von höchst dramatischen Situationen sachlich und bringt die Dinge auf den Punkt. Aber die Tiefe der schrecklichen Erfahrungen der Einzelschicksale kann man trotzdem spüren. Sie zeigt in hervorragender Weise die Widersprüche auf, in denen sich die Menschen zurechtfinden mußten.
Darüber hinaus zeigt die Autorin übergreifende geschichtliche Zusammenhänge auf, wirft Licht auf tabuisierte Themen wie z.B. die Behandlung von Deserteuren auch noch in der BRD sowie der Kommunisten, die ja fast alle im Widerstand waren oder auch die Beteiligung der Sparkassen an der Finanzierung der Waffenindustrie. Sie setzt wichtige geschichtliche Ereignisse, wie z.B. die Arbeiter Olympiaden, die völlig in Vergessenheit geraten waren, wieder in die geschichtliche Zeitlinie.
Vor allem fokusiert sie/die Autorin/Christa Muths auf den Alltag der Widerständler. Wie meisterten sie ihre jeweilige Situation, wie überlebten sie Gefängnis und KZ, wie sah ihr Alltag aus, welchen Zerreißproben waren täglich ausgesetzt?
Aufgelockert wird das Buch durch heimatkundliche Einblendungen. Die beschriebenen Widerständler kamen aus den unterschiedlichsten Bereichen Deutschlands. Die Sachsen, Berliner, Bayern, OstPreußen und Rheinländer waren alle geprägt von ihrer jeweiligen Heimat. Das macht die Autorin durch kulturelle und politische Streifzüge in die deutschen Landschaften deutlich.
Es ist ein sehr gelungenes Buch, spannend und berührend und trotzdem leicht zu lesen, zudem ausgezeichnet recherchiert."


"Der (Un-)Vergessene Widerstand" ist erschienen als Hardcover, Paperback und eBook. Es ist beziehbar beim tredtion Verlag direkt, in allen Online-Buchshops. Es kann in jeder Buchhandlung bestellt werden. Die Lieferung vom Verlag ist versandkostenfrei.


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