Montag, 29. April 2019

Rezension und Buchvorstellung "KEINE REISE FÜHRT AN UNS VORÜBER"

Wichtige Aktualisierung!

Soeben lese ich die Ansicht einer Leserin zum Buch von Eckhardt Momber. Die möchte ich zur bereits veröffentlichten Rezension vom 6. März dieses Jahres hinzufügen.



„… in der schon warmen Frühlingssonne las ich das Buch fertig“, so beginnt die Leserin ihre Ansicht zum Buch. Den Titel zum dann folgenden Inhalt fand sie sehr passend gewählt und – ja, sie stimmte zu: So ist es!
Sie reiste mit, fühlte sich gut begleitet durchs fremde Land mit den täglichen Banalitäten, die dann aber doch nicht so banal waren und sind. Sie sind vielschichtig, sagt die Leserin.
In der Erzählung erkannte sie auch den beabsichtigten Bezug zur aktuellen politischen Situation, die der Autor als Reisender im Land auf Schritt und Tritt und in Kommunikation mit der jeweiligen Landesbevölkerung aus erster Hand erfährt. Momber zeichnet ein ganz anderes Bild als das, was die Medien präsentieren. Gleichzeitig ist in die Erzählung „Keine Reise führt an uns vorüber“ eine Familiengeschichte und rückblickende Erfahrungen sowie Literatur aus der Studienzeit des Autors sind kunstvoll eingeflochten – immer auch begleitet von Isaak Babel.
Diese Zeitreise vergangener und gegenwärtiger Tage ist sehr anregend zu lesen, humorvoll, auch in Detailbeschreibungen des Alltags. Das Bild, das man hier im Westen den Zeitungen und Nachrichten entnehmen kann, ist – so die Ansicht der Leserin – ein doch sehr anderes.

von Eckhardt Momber

erschienen in der Editions Maurel
#tredition

Hardcover (DIN A4) 978-2-9566262-0-6
e-Book 978-2-9566262-1-3

und ein handliches Paperback (12 x 19 cm) für unterwegs und überall 978-2-9566262-2-0


 



Zum neusten Buch von Eckhardt Momber gibt es eine erste Rezension. Das möchte ich den Freunden von Spotsrock und natürlich aller anderen Leser dieses Blogs nicht vorenthalten.

Auf den Tag genau vor drei Monaten (6.12.2018) veröffentlichte die Editions Maurel ©  "KEINE REISE FÜHRT AN UNS VORÜBER" und heute gibt es die erste Meinung sowohl zum Buch als auch zur Editions Maurel, und zwar von Ralf Schnell (Professor Emeritus, Berlin). Er sagt: 
Dem Autor gelingt es in der tat, durch anekdotische Einsprengsel und persönliche Reminiszenzen irrlichternde Elemente aufzufangen, ohne den Ernst von Situationen und Traditionen zu verwischen. Die Editions Maurel haben sich zu einem beachtlichen autobiografischen Monument konsolidiert!



Mit Isaak Babel ans Schwarze Meer und wieder zurück



Und einem Bild von Luigi Trenkler


Erneut hat Autor und Selbstverleger Eckhardt Momber ein ‚Gänsehaut-Buch‘ veröffentlicht.
Der Autor begab sich im Herbst 2017 auf eine Reise in die Ukraine. „…gerade war die Oktoberrevolution hundert Jahre alt geworden, die parlamentarische Demokratie in Europa stand zur Debatte, im Westen rechtsextrem bedroht und im Osten noch immer nicht recht auf den Beinen …“, so schreibt er in seinem kleinen Vorwort. 
Er ließ sich beg(leiten) von ein paar Büchern, u. a. geschrieben von Isaak Babel (einem russischen Journalisten und Schriftsteller, bekanntestes Werk: der Erzählband „Die Reiterarmee“, erschienen 1926. Nach ersten Erfolgen in der jungen Sowjetunion wurde er Opfer der stalinistischen Säuberungen. 1940 richtete man ihn hin; rehabilitiert wurde er erst 1954). Momber bezeichnet ihn als den „Kronzeugen der russischen Revolution, deren Zwieschlacht er uns hinterlassen hat. Bevor sie ihn zerriss, den revolutionär gesinnten Juden.“

In den kursiv gesetzten Zitaten erkennt man den unverwechselbaren Schreibstil des Autors Eckhardt Momber. Und der zieht den Leser – wie gewohnt – unweigerlich in seinen Bann. Man reist mit dem Autor nach Paris, weiter nach Berlin, über Warschau, dann weiter nach Lemberg (Liuv) und schließlich ans Schwarze Meer. Seine Beschreibungen der aufregenden, teilweise unbequemen und nicht ohne Schwierigkeiten zu bewältigenden, Fahrt erlebt der Leser hautnah mit. 

Ganz ehrlich dachte ich: Nun möchte ich nicht in seiner Haut stecken. 

Doch letztlich geht es glimpflich ab … Eckhardt Momber ‚malt‘ mit Worten anschauliche Bilder, die er sieht und fühlt, zieht zwischen Gelesenem und Gesehenem, zwischen Geschichte der Vergangenheit und der Gegenwart deutlich sichtbare Parallelen – nicht selten erschreckende.

Auch seinen wechselnden Reisebegleitern, die er zum Teil namentlich auf der Rückseite des Buchumschlages nennt (obwohl es viele mehr waren, die ihm namentlich unbekannt blieben), ist es zu verdanken, dass er die Reise gut überstand. 'Isaak Babel war ihm Kompass', sagt er, und die mitgenommenen Autoren und Autorinnen waren ihm ‚Steuer‘.
‚Die Ukraine ist ein großes, sehr schönes, leider seit geraumer Zeit ein politisch vermintes Land. Wenn ein Reisender wie ich dann am östliche Rand Europas wo hintrat und an der Idee einer sozial-liberalen Demokratie festhielt, musste er zusehen, dass er glimpflich davonkommt‘, schreibt er weiter. ‚Eben deshalb ist das Mutterland Russland immer noch eine Reise wert. Ein Abenteuer anderer Art.‘

Gut, dass er ‚davonkam‘ und das auch noch ‚glimpflich‘, und dass er – zwar erschöpft und angeschlagen – heimkehrte, aber dennoch die Kraft hatte, uns dieses Buch zu bescheren.

Die Vorderseite des Umschlages ziert ein Boticelli. Wie die anderen im Innern des Buches ist es ein Ausschnitt aus dem großen Ganzen, das Luigi Trenkler „Odessa“ 2018 nannte und in Öl und Tempera auf Holz malte. 

Das Hardcover-Format des Buches in 17 x 22 cm (140 Seiten) und ein kleines handliches Paperback in 12 x 19 cm (196 Seiten) sowie ein e-Book sind in diesem Monat in der Editions Maurel© erschienen. Es ist erhältlich in allen Online-Buchshops und bestellbar in allen Buchhandlungen sowie selbstverständlich bei tredition.


Verlegt bei tredition Gmbh
Halenreie 40–44
22359 Hamburg


ISBN
978-2-9566262-0-6 (Hardcover) 24,90 €
978-2-9566262-2-0 (Paperback) 17,90 €
978-2-9566262-1-3 (e-Book) 14,90 €


Der Autor:

Eckhardt Momber, 1941 in Berlin geboren, brach erst die Schule, dann eine Banklehre ab, fand in Kiel einen Weg zum Abendabitur, fuhr zur See und studierte ab 1964 in Marburg an der Lahn und in Westberlin, unterrichtete Deutsch als Fremdsprache und neuere deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin und organisierte sich in einer K-Gruppe. Schrieb für den Rundfunkt, promovierte 1980 über Kriegsliteratur und ging 1983 als Lektor des DAAD an die Kyoto Universität in Japan. Zwanzig Jahre später lebt er im Norden des französischen Südens und gibt ab 2015 die Editions Maurel mit seinen deutschen und französischen Texten heraus.
Schüsse in Dombrowskis Bauch, Prometh, Köln 1980; ‘s ist Krieg! Versuch zur Literatur über den Krieg 1914–1933, Das Arsenal, Westberlin 1981; Chinamesser, Mit einem Bild von Tinka Bechert, Mariannenpresse, Berlin 2005; La Nouvelle Ondine, Petit drame de la plus grande catastrophe maritime de notre temps, Avec une peinture de Gregory Forstner, Maurel 2015; Zimmer mit Seeblick, Erzählung aus den 80er Jahren, Mit einem Bild von Gregory Forstner, Maurel 2016; André Herbst, Erzählung aus den 70er Jahren, Mit einem Bild von Jan Momber, Maurel 2016; Amour Fou 33, Petit drame entre Anais Nin et Antonin Artaud, Avec une peinture de David Rodriguez, Maurel 2017; Gisels blaue Stunde, Eine Novelle, Mit einer Fotographie von Gisela Momber, Maurel 2017; Voyage à Fukushima, 5 ans après le 11/03, Avec une peinture de Claudia Morand, Maurel 2017.







Spotsrock

macht Bücher schön



www.spotsrock.de
angel@spotsrock.de